Die Neuro-Kita ist als dreidimensionales Gehirnmodell gestaltet. Die Form des Gebäudes orientiert sich an der menschlichen Gehirnanatomie: jeder Bereich entspricht einem echten Gehirnareal.
Das Gebäude hat vier Gruppenräume, die je einen Gehirnlappen darstellen: Frontal-, Parietal-, Temporal- und Occipitallappen. Jeder Raum ist so gestaltet, dass er die Funktionen des jeweiligen Hirnbereichs widerspiegelt und gezielt fördert.
So entsteht eine Umgebung, die Kinder nicht nur umgibt, sondern aktiv in ihrer neurologischen Entwicklung unterstützt.
Räumliche Gliederung: Die Gehirnareale
Frontallappen-Bereich
Dieser Bereich widmet sich der Entwicklung exekutiver Funktionen. Hier finden Aktivitäten zur Förderung von Planung, Problemlösung und Impulskontrolle statt. Die Raumgestaltung unterstützt konzentriertes Arbeiten und komplexe kognitive Prozesse.
Parietallappen-Bereich
Fokus auf sensorische Integration und räumliche Wahrnehmung.Dieser Raum bietet vielfältige taktile Erfahrungen, Bewegungsparcours und Materialien zur Förderung der sensomotorischen Entwicklung.
Temporallappen-Bereich
Spezialisierung auf auditive Verarbeitung und Sprachentwicklung. Akustisch optimierte Räume, Musikinstrumente und Sprachförderangebote charakterisieren diesen Bereich.
Occipitallappen-Bereich
Zentrum für visuelle Wahrnehmung und kreative Gestaltung. Helle Räume mit variablem Licht, Kunstmaterialien und visuelle Stimulation fördern die optische Verarbeitung.
Räume, die nach dem Gehirn benannt sind
Wer die Neuro-Kita betritt, betritt kein gewöhnliches Gebäude. Jeder Raum trägt den Namen eines Gehirnareals und leistet genau das, wofür sein neurologisches Vorbild bekannt ist.
Der Cerebellum-Bewegungsraum gibt dem Körper Raum zum Toben und Koordinieren. Die Hippocampus-Lernwerkstatt schafft Erlebnisse, die bleiben. Der Amygdala-Emotionsraum bietet Rückzug und Stille für Kinder, die gerade viel fühlen. Und die Thalamus-Begegnungszone ist der Ort, an dem alle zusammenkommen.
Diese Benennung ist kein dekoratives Konzept. Sie ist eine Haltung: Kinder wachsen in einer Umgebung auf, die ihrem Gehirn entspricht, die es versteht, ernst nimmt und ganz bewusst begleitet.
Funktionsräume und ihre neurowissenschaftliche
Benennung
Hippocampus-Lernwerkstatt
Der Hippocampus ist zentral für die Gedächtnisbildung.
Dieser Raum bietet vielfältige Lernanlässe zur Förderung des
episodischen und semantischen Gedächtnisses.
Amygdala-Emotionsraum
Speziell gestaltet für emotionale Regulation und Verarbeitung.
Rückzugsmöglichkeiten und therapeutische Angebote
unterstützen die emotionale Entwicklung.
Cerebellum-Bewegungsraum
Das Kleinhirn koordiniert Bewegungsabläufe. Dieser Raum
ermöglicht grobmotorische Aktivitäten und fördert die
motorische Entwicklung.
Broca-Sprachbereich
Benannt nach dem Sprachproduktionszentrum, bietet dieser
Raum optimale Bedingungen für Sprachförderung und
kommunikative Entwicklung.
Präfrontaler Reflexionsraum
Unterstützt die Entwicklung von Selbstreflexion,
Metakognition und exekutiven Funktionen durch ruhige
Atmosphäre und Reflexionsanlässe
Thalamus-Begegnungszone
Der Thalamus filtert sensorische Informationen. Dieser
zentrale Bereich ermöglicht Begegnungen und sozialen
Austausch zwischen allen Gruppen.
Erste Konzeptstudien
Erste konzeptionelle Ideenskizzen, verschiedene architektonische Interpretationen eines Gedankens, der noch wachsen darf.